Öl im Kondensat

Die roten Punkte bezeichnen Messstellen zur Detektion von Farbe-, Öl- oder TOC im Kondensat.

Kondensat ist typischerweise heißes und klares Wasser. Bei der Rückführung von sauberem Kondensat als Kesselspeisewasser wird durch das Wiederverdampfen Energie und Frischwasser eingespart. Leckagen an Turbinen, Pumpen oder im Wärmetauscher verunreinigen Speisewasser und Kondensat mit Öl. Schon geringe Mengen Öl stören das chemische Gleichgewicht im Kesselwasser und fördern die Korrosion. Der Wirkungsgrad der Kesselanlage sinkt, Energie- und Wartungskosten steigen. Im Extremfall wird die Kesselanlage durch Korrosion stark beschädigt. Ungelöstes Eisen (Eisenoxyd) im Kondensatstrom von Kraftwerken erzeugt starke Erosion, die Turbinenschaufeln werden zerstört.

In einigen Anlagen wird das Kondensat vor der Rückführung in die Kesselanlage daher aufwändig filtriert (Condensate Polisher). Auch in diesem Fall muss das Kondensat auf Öl und Feststoff überwacht werden (Filtrationskontrolle).

Optisch oder Akustisch

Zur Überwachung von Speisewasser und Kondensat kommen zwei Messverfahren zum Einsatz. Das optische 12°Streulichtmessverfahren und die Ultraschallreflexion. Beide Verfahren zeigen selbst geringe Verunreinigungen (ppb Level) im Kondensat zuverlässig an.

Optisch: Streulichtverfahren (Modell MoniTurb-F / Messenger)

Die klassische Methode der Streulicht- Trübungsmessung hat den Vorteil, dass bei sehr hohen Temperaturen gemessen werden kann. In vielen Fällen setzen sich jedoch mineralische Ablagerungen auf den Messfenstern ab. Die Saphir- Messfenster der Messzelle müssen daher im Abstand von wenigen Wochen oder Monaten mit verdünnter Salzsäure manuell gereinigt werden.

Akustisch: Ultraschallreflexion (Modell AS3 / AT3)

Die Sonde des Ultraschallsystems ist unempfindlich gegen Belagbildung. Ultraschallimpulse passieren eventuelle Beläge problemlos. Der Ultraschallreinigungseffekt verhindert zudem schon die Entstehung dieser Ablagerungen. Der Sensor hat keinerlei Verschleißteile, ist nahezu wartungsfrei und bietet eine extrem hohe Langzeitstabilität der Messwerte (Kalibrierintervall
24 Monate). Die Bauform als Sonde gewährleistet die einfache und kostengünstige Montage / Demontage dieses Systems. Diese Vorteile machen die Ultraschallreflexion zur perfekten Technologie für die Überwachung von Speisewasser und Kondensat.

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